Archiv der Kategorie: Linux-Hardware

Shell: Fehlendes Floppy-Laufwerk /dev/fd0 spammt Logs

Wenn das Kernelmodul „floppy“ geladen ist, aber kein Floppy-Drive vorhanden ist, werden die Logfiles gespammt (dmesg, syslog, je nach Konfiguration). Einträge sehen etwa folgendermassen aus:

dmesg:
[1016164.312385] end_request: I/O error, dev fd0, sector 0
[1016164.313839] floppy: error -5 while reading block 0

syslog:
May 12 07:20:21 server1 kernel: end_request: I/O error, dev fd0, sector 0
May 12 07:20:21 server1 kernel: floppy: error -5 while reading block 0

Die Lösung ist das Entfernen des floppy-Kernelmoduls und blacklisten desselbigen für den nächsten Reboot (Root-Rechte erforderlich).

# echo "blacklist floppy" | sudo tee /etc/modprobe.d/blacklist-floppy.conf
# rmmod floppy
# update-initramfs -u

Linux: Thin-Client als Server und Raspberry-Ersatz

Preiswerter und flexibler als ein Raspberry-Pi: Thin-Client als Server.
Thin-Clients sind derzeit für kleines Geld zu bekommen (zB: itniederrheinshop.de für unter 20 EUR)

Fujitsu Futro S900 AMD G-T40N 1 GHz, AMD Radeon HD6250:

  • Gigabit Ethernet
  • 2 GB DDR3-RAM
  • mSata-Slot 2 GB (reicht für minimales System)
  • Sata-Anschluß (allerdings wird ein spezielles Sata-Stromkabel benötigt)
  • wake-on-lan, wake-on-clock
  • Passive Kühlung = keine Geräusche / Verschleiß
  • geringer Stromverbrauch
  • Smartcard-Slot kann ausgebaut werden und bietet dann 2,5″ SSD Platz
  • DVI und Display-Port Videoanschluß

USB-Stick mit Debian 10 Netinstall vorbereiten und vom Stick booten (F2=Bios, F12=Bootmenu). Als Desktop-Umgebung wurde LXQT gewählt (Nachfolger von LXDE). Sinnvolles Paket: SSH-Server, Print-Server. Speicherverbrauch im Ruhebetrieb mit Desktop: 331 MB.

Nach der Installation ist die Auflösung allerdings sehr beschränkt, weil der Radeon-Grafiktreiber fehlt. Das lässt sich schnell abstellen:

Eintragen der non-free und contrib Pakete für apt:

# nano /etc/apt/sources.list

deb http://deb.debian.org/debian/ buster main non-free contrib
deb-src http://deb.debian.org/debian/ buster main non-free contrib

deb http://security.debian.org/debian-security buster/updates main contrib non-free
deb-src http://security.debian.org/debian-security buster/updates main contrib non-free

# apt update

# apt install firmware-linux-nonfree libgl1-mesa-dri xserver-xorg-video-ati

Nach dem Reboot steht die WUXGA-Auflösung bis 1920×1200 zur Verfügung.

Spar-Tipp:
Kostengünstige Speicheraufrüstung: Man kauft sich beim gleichen Händler noch einen HP-T510 Thin-Client. Der hat zwar nur 1 GB IDE-Flashspeicher, verfügt aber über 4 GB DDR3-RAM und kostet ebenfalls unter 20 EUR.
Für das Geld bekommt man keinen 4 GB Speicherriegel. Wer dann noch einen USB-Stick > 4 GB rumliegen hat, kann den HP-Rechner mit dem 2 GB aus dem Futro bestücken und hat ein zweites (schwächeres) System mit Gigabit-Ethernet.

Der HP hat übrigens ebenfalls Auflösungsprobleme (max. Auflösung 1024×768), was durch Installation von xserver-xorg-video-openchrome behoben werden kann.

Shell: Swap auf Datenbankserver vermeiden

Datenbankserver ohne Swap zu betreiben KANN die Integrität der Daten gefährden. Aber ein Datenbankserver mit Swap WIRD erhebliche Performanceeinbußen bringen.

Wenn MariaDB (oder Postgresql) Swap belegt, ohne dass es einen erkennbaren Grund gibt (ausreichend Speicher vorhanden) kann die „Swappiness“ gesenkt werden. Dies ist immer noch sicherer als den Swap-Speicher komplett abzustellen (gerade bei einem Datenbankserver). Mit smem können gezielt die Swap-Verbraucher ermittelt werden.
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Ubuntu: Aktuelles Lubuntu auf alten Thinkpad-Laptop installieren (non-pae)

Alten Laptop (zB Windows XP) und die Absicht ein Linux aufzuspielen? IBM Thinkpad ist ein weit verbreiteter Kandidat (zB R51), der mit seinem Pentium Mobility-Chip theoretisch PAE-fähig ist. Antix und Puppy Linux laufen auch noch mit weniger Hardware, aber wer eine debian-basierte Disrtibution sucht, hat mit Lubuntu (32-Bit) alles was man braucht – inklusive Long Term Support. Dummerweise funktioniert das Installieren nicht ohne Eingreifen (eben wegen mangelnder PAE-Fähigkeiten).

Dies lässt sich umgehen, wenn man „Installieren“ anwählt und dann F6 für die Boot-Parameter drückt. In der erscheinenden Dropdown-Box steht leider nicht „forcepae“.
Also ESC-Taste drücken und dann wird der Bootparameter-String angezeigt (zB „quiet splash“). Dieser wird ergänzt durch „forcepae — forcepae“ (wichtig die zwei Bindestriche trennen jeweils „forcepae“. Der gesamte Bootstring sollte dann so aussehen:

quiet splash forcepae -- forcepae

Damit kann Lubuntu installiert werden.

Reiner SCT CyberJack unter Linux installieren

RFID-Kartenleser von Reiner-SCT unter Linux installieren:

sudo apt-get install libccid libifd-cyberjack6

Danach den Leser anstecken. Beim Auflegen der Karte sollte die grüne LED aufleuchten.
Download-Link bei Reiner-SCT:
http://www.reiner-sct.com/support/download/treiber-und-software/cyberjack/chip-linux.html