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Shell: Sehr große Verzeichnisse löschen (PHP Sessions)

Szenario:

  • Fehler bei PHP’s Sessionbereinigung (garbage collection)
  • große Anzahl Dateien in einem Ordner, die nicht mehr gebraucht werden (hier: über 17 mio)
  • Löschen muss im laufenden Betrieb stattfinden, da Produktiv-Server.

Methode 1 (langsam und sicher):

find /var/lib/php/sessions -type f -mtime +3 -delete

Hier werden alle Dateien (-type f) gelöscht, deren Modifikation 3 Tage zurücklag (mtime +3) – dieser Parameter kann angepasst/weggelassen werden. Es empfiehlt sich, den vollen Pfad anzugeben, um versehentliches Löschen in einem anderen verzeichnis (zb ./) auszuschliessen. Sollte der Hauptspeicher knapp sein: Shell: RAM und Swap freigeben ohne Reboot

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Shell: RAM und Swap freigeben ohne Reboot

Der Hauptspeicher ist fast voll und ein Reboot soll nicht erfolgen? Dann gibt es andere Optionen. Zum einen können Dienste/Services restarted werden, die dafür bekannt sind Speicher zu fressen (zB Apache2). Wenn das nichts mehr bringt und eigentlich ein Reboot ansteht, dann kann die nachfolgende Befehlssequenz helfen:

sync ; sync ; sync ; echo 3 > /proc/sys/vm/drop_caches

Sie schreibt die Daten im Speicher auf die Platte (Pagecache, Inodes etc.). Als ich die Kommandos das erste Mal aufgerufen habe, waren 12GB von 16GB belegt. Nach Ausführung wurden nur noch ~300MB belegt.

Ein weiteres Problem kann ein zu grosser (belegter) Swap sein. Aber auch hier gibt es eine hilfreiche Sequenz, um das Rebooten zu vermeiden:

sync ; sync ; sync ; swapoff -a && swapon -a

Dadurch wird der Swap in den Arbeitspseicher geholt, der ausreichend kapazität zur Aufnahme des Swaps haben sollte (sonst kann im Ernstfall der rechner abstürzen).

Shell: Debian/Raspian booten zur Console

Wer Raspberry OS (ehemals Raspian) installiert hat, landet nach dem Boot-Vorgang auf dem Desktop. In diesem Fall kann eine Console geöffnet werden und mit „sudo raspi-config“ das Konfigurationsprogramm aufgerufen werden (1 System Options > S5 Boot / Auto Login). Dort lässt sich einstellen, dass nach dem Booten die Console und nicht der Desktop angezeigt wird.

In Debian gibt es kein „sudo raspi-config“, wohl aber eine Möglichkeit das Booten zur Console als Standart einzustellen:

sudo systemctl set-default multi-user.target

Von der Console kann mit „startx“ X-Windows gestartet werden. Den aktuellen Zustand erhält man mit:

systemctl get-default

Um zurück zum grafischen Modus (Desktop) zu gelangen wird folgendes eingegeben:

sudo systemctl set-default graphical.target

Shell: Rekursiv nach verschiedenen Dateitypen suchen

find ./ -type f \( -name \*.gz -o -name \*.tgz -o -name \*.tar -o -name \*.zip \)

Hier werden verschiedene Archiv-Typen in einem find-Durchgang gesucht.
Damit mehrere Extensions gefunden werden können, werden sie mit „-o“ (ODER) verknüpft und in einer runden Klammer (escaped und mit Leerzeichen nach/vor der Klammer) zusammengefasst. Statt dem Parameter „-name“ kann auch „-iname“ verwendet werden, der dann Groß- und Kleinschreibung abdeckt (zB -iname \.jpg)

Shell: Rekursiv Dateitypen ermitteln und zählen

Manchmal möchte man wissen, welche Dateitypen und wieviele davon in einem Ordner (mit Unterordnern) abgelegt sind.

Lösung:

find . -type f -name '*.*' | sed 's/.*\.//' | sort | uniq -c

Die Ausgabe sieht dann in etwa so aus:

32 doc
49 docx
3 gif
147 jpg
61 mp4
562 pdf
60 png

Sollen nur die unterschiedlichen Extensions ermittelt werden reicht:

find . -type f -name '*.*' | sed 's/.*\.//' | sort -u

Ausgabe:
doc
docx
gif

Wenn Endungen in Groß- und Kleinbuchstaben vorliegen (.PNG, .png) hilft ein Filter vor dem sort-Befehl ( tr ‚[A-Z]‘ ‚[a-z]‘ für lowercase):

find . -type f -name '*.*' | sed 's/.*\.//' | tr '[A-Z]' '[a-z]' | sort -u